Zen Meister Thich Nhat Hanh
Zen Meister Thich Nhat Hanh

Thich Nhat Hanh:

"Das Wunder der Achtsamkeit"
 
Thich Nhat Hanh gehört zu den bekanntesten und einflussreichsten spirituellen Lehrern der Gegenwart. Seine sanfte, mitfühlende Art der Vermittlung buddhistischer Lehren und Methoden jenseits aller Dogmen und Schulen, sein tiefes Verständnis der Probleme westlicher Menschen und sein unermüdliches Eintreten für Frieden und soziale Gerechtigkeit haben ihn weit über buddhistische Kreise hinaus bekannt gemacht.
Die "Plum-Village Dhyana-Schule" wurde von Thich Nhat Hanh gegründet und wird in [Plum-Village], dem von ihm etablierten Meditationszentrum in Südwestfrankreich, gelehrt und praktiziert. Sie hat ihren Ursprung im vietnamesischen Buddhismus, hat jedoch durch die Erfahrungen, die persönliche Praxis und die tiefen Einsichten von Thich Nhat Hanh ihre ganz besondere, einmalige Ausprägung bekommen.
Die Übung der Achtsamkeit, im gegenwärtigen Augenblick bewusst zu leben, steht dabei im Mittelpunkt. Thay - die Bezeichnung für Lehrer im vietnamesischen - hat die "Sieben Wunder der Achtsamkeit" einmal so formuliert:
  1. Achtsamkeit besteht darin, unsere authentische Präsenz hervorzubringen, uns im Hier und Jetzt lebendig werden zu lassen und mit den Dingen in Berührung zu kommen.
  2. Achtsamkeit lässt uns erkennen, dass das Leben bereits da ist. Wir können wirklich mit ihm in Kontakt sein und ihm Sinn und Tiefe geben.
  3. Achtsamkeit schenkt dem Objekt unserer Betrachtung Lebenskraft, berührt und umarmt es. Das macht uns selbst lebendig und das Leben wird realer. Dies gibt uns Nahrung und Heilung.
  4. Achtsamkeit vermittelt Sammlung und Konzentration. Wenn wir in unserem Alltag konzentriert sind, werden wir alles tiefer betrachten und besser verstehen können.
  5. Achtsamkeit ermöglicht tiefes Schauen und lässt uns das Objekt unserer Betrachtung außerhalb und in uns selbst besser erkennen.
  6. Achtsamkeit führt zu Verstehen, das tief aus unserem Inneren kommt. Wir erlangen Klarheit und so wird die Bereitschaft zur Akzeptanz gefördert.
  7. Achtsamkeit führt zur Befreiung durch die so gewonnenen Einsichten. Wo immer wir Achtsamkeit praktizieren, ist Leben, Verständnis und Mitgefühl.

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